Wie schon seit unendlich langer Zeit fand das diesjährige Himmelfahrtslager der Pfadfinder Berlin-Brandenburg - kurz HiLa - wieder in Markendorf bei Jüterbog statt. Auch wenn wir dort immer sehr nett aufgenommen werden und fast ideale Bedingungen vorfinden (ein herzlicher Dank an Markendorf und die Botzets), kann es sein, dass wir uns in Zukunft nach einem anderen Platz umsehen müssen.
Da sich Gunnar nach seiner Operation noch etwas schonen sollte, schliesslich wollen wir noch länger etwas von ihm haben, betraute der Arbeitskreis Martin Reiher und mich mit der Lagerleitung. Kleiner Tipp an alle, die mit Leitungsaufgaben betraut sind: Sucht Euch mindestens einen weiteren Mitarbeiter, mit dem ihr gleichberechtigt im Team zusammen arbeitet. Die Arbeit macht mehr Spass, ist auf mehrere Schultern verteilt und Ihr brennt nicht so schnell aus. Daher kann ich im Nachhinein nur sagen, dass ich selten ein so entspanntes Lager erlebt habe, auf dem so viele so harmonisch zusammengearbeitet haben. Ein herzlicher Dank an alle Gruppenleiter!
So reisten einige von uns am Mittwoch schon an, bauten die beiden Versammlungszelte auf - besten Dank an die Freiwillige Feuerwehr Markendorf - und bereiteten auch sonst einiges vor, damit nicht zu viel am Donnerstag gestemmt werden musste. Wetter: wunderschön, nachts sternenklarer Himmel.
Bis Donnerstag Mittag trudelten alle zwölf Gruppen ein und bauten ihre Lager auf. Der arme Aristide (Spandau) war vor dem Lager so von seiner Arbeit in Beschlag genommen worden, dass er einiges vergessen hatte. Kein Problem, von Holz bis Hordentopf wurde ihm von anderen Gruppen ausgeholfen - Danke! Alle anstehenden Arbeiten waren schon im Vornherein auf viele Schultern verteilt worden. Das Zusammenspiel klappte reibungslos - am Abend stand das Lager. Wetter: durchwachsen aber trocken.
Für den Freitag hatte Olaf (Neuruppin) ein Geländespiel geplant, das alle Altersgruppen einschloss und von den einzelnen Gruppen viel Teamgeist verlangte. Das Echo war durchgehend gut, alle Kids hatten eine Menge Spass. Danke Olaf! Alle, die nicht am Geländespiel beteiligt waren, vollendeten die Konstruktion ihrer Lagerbauten: Karussell (Irre!), Kletterwand (Wow!) und Bungee-Schaukel (Gigantisch!). Wetter: durchwachsen aber überwiegend trocken.
Im Rahmen des Sabbat-Gottesdienstes sollten die einzelnen Gruppen jeweils einen Tag der Schöpfung künstlerisch gestalten - heraus kamen zum Teil wunderschöne kleine Kunstwerke. Für den Nachmittag hatten wir eine Lagerolympiade geplant. Danke Christian! Im Vertrauen auf Gottes Segen haben wir sie durchgezogen, obwohl es in Strömen goss. Ich war überwältigt von dem Ideenreichtum und Improvisationsgeschick der Pfadfinder und Leiter, kaum einer wurde richtig nass und alle waren schwer begeistert. Das anschliessende obligatorische Fussballspiel gegen Markendorf United wurde wie immer aufopferungsvoll in den Sand - pardon das Wasser - gesetzt (Jungs, Ihr seid Spitze!). Der Sabbatabend klang aus mit "Wetten, das . . .". Detlef (Danke!) brachte es fertig, die Lagerleitung hoch zu Ross vorzuführen. In ihrer Boshaftigkeit hatten Martin und Thomas jedoch die Wette nur zur Hälfte gelöst (ein Pferd statt zwei Pferden!), so dass Heidrun noch am Sonntag der Kopf gewaschen wurde. Heidrun, hingebungsvoller Einsatz!
Über den Sonntag kann man nur sagen, dass der liebe Gott dafür gesorgt hat, dass wir fast alles trocken einpacken konnten - das weiss allerdings nur zu schätzen, wer schon mal viele Quadratmeter schwerer, nasser Zeltleinwand zum Trocknen aufgehängt hat.
Ihr, die ihr nicht dabei wart, was habt ihr nicht alles verpasst:
· leckeres Stockbrot - aussen schwarz und innen ganz weich,
· Schlafen in zum Teil nassen, auf jeden Fall zu dünnen Schlafsäcken,
· Fallen aus der Kletterwand in das - glücklicherweise - bereithängende Seil,
· Drehen auf dem Karussell (geschätzte Geschwindigkeit 40 km/h) bis der Magen rebelliert,
· kontrollierter Sturz aus 8 Meter Höhe,
· Abschiessen von Flammen mit vollautomatischem Maschinengewehr und verbundenen Augen,
· wiederholtes Absingen völlig schräger Lieder und das auch noch zum Lob Gottes (Ein Dank an Heidrun und die gesamte Combo!),
· und, und, und . . .
Seid ihr verrückt genug, all das und noch viel mehr erleben zu wollen, müsst ihr mitmachen - bei den Pfadfindern und dem nächsten Himmelfahrtslager 2006.
So long!
Thomas













