Am 15. Mai 1907 fand in La Ligniére, Gland (Schweiz) am Ufer des Genfer Sees die erste Sitzung der Generalkonferenz außerhalb der USA statt. An jenem Tag - vor genau 100 Jahren - wurde die Abteilung Adventjugend offiziell ins Leben gerufen. Das hundertjährige Bestehen der Adventjugend wurde vom 11.-13. Mai 2007 mit einer Gedenkfeier in La Lignière gebührend gefeiert. Corrado Cozzi (AJ-Direktor Euro-Africa-Division) empfing dafür 400 Jugendliche und Amtsträger der Adventjugend aus verschiedenen Ländern Europas in der Schweiz. Auch unsere Landesjugendleitungen (Foto), als kleine Delegation des frisch gebackenen BMV, durften daran teilhaben.
Unter dem Motto "Ihr seid das Salz der Erde" haben wir an diesem Jubiläumswochenende gemeinsam als Adventjugend für die vergangenen 100 Jahre gedankt, uns die aktuelle Situation vergegenwärtigt und für die kommenden Herausforderungen und Möglichkeiten motivieren lassen.
Zum Nachdenken, Diskutieren, Danken und sich inspirieren lassen gab es Gelegenheit in Workshops, Ausstellungen, einem Kurzfilmfestival, Andachten, Gottesdienst und der Gedenkfeier. Bei der offiziellen Gedenkfeier am Sabbat, dem 12. Mai, wurde zu diesem Anlass ein Kastanienbaum gepflanzt. Dieser Baum stellt ein Zeichen für unsere Jugendlichen dar, die wachsen und zu Gottes Ehre Früchte tragen sollen.
Ulrich Frikart, Präsident der Euro-Africa-Division, hielt dabei eine herausfordernde Rede für die Adventkirche und im Besonderen die Jugendlichen. Ein Zitat von Woody Allen: "Wenn es Gott gibt, hoffe ich, er hat eine gute Entschuldigung", beantwortete er damit, dass wir, die Jugend, Gottes Entschuldigung seien, denn Gott stattet uns mit so vielen Fähigkeiten, Kraft und Enthusiasmus aus, dass wir die Welt verändern könnten. Weiterhin ermutigte Ulrich Frikart dazu, der Jugend in der Gemeinde viel mehr das Steuer zu überlassen. Auch wenn die Jugend vieles anders machen würde, was für ältere Generationen hier und da unbequem sein könne, so sei dies doch die einzige Möglichkeit, damit unsere Gemeinde lebendig bleibt und weiter wächst.
Das Thema "Ihr seid das Salz der Erde" zog sich durch alle Teile des Wochenendprogramms. Besonders in den Andachten und Predigten wurde deutlich gemacht, was dieser Aufruf Jesu für jeden von uns bedeutet. Er traut uns so viel Verantwortung zu, schenkt uns Möglichkeiten und rüstet uns mit der Kraft aus, in unserer persönlichen Lebenswelt einen Unterschied zu machen - wie das Salz in der Suppe. Das erinnert mich an das Motto der Adventjugend in Deutschland - "Change your world".
Gott traut es uns Jugendlichen zu, seine Welt zu verändern. Ja, er erwartet es sogar.
Ich wünsche mir, dass auch unsere Gemeinde solches Vertrauen in uns Jugendliche setzt und Freiraum für Veränderung anbietet.
Die Unterkünfte waren einfach, die Natur der pure Luxus! Alle Gäste waren auf einem kleinen, improvisierten Zeltplatz direkt am Ufer des Genfer Sees untergebracht. Ein einziger Blick auf den glänzend weißen Mont Blanc am andern Ufer des wunderschönen Sees entschädigte für die einfache Unterkunft. Da die Veranstaltungen in unterschiedlichen Gebäuden in der Nähe der Klinik La Ligniére stattfanden, führten uns die Fußwege dorthin durch Weinberge und Apfelplantagen - stets mit dem Blick auf den See. So wurden diese Tage allein schon durch die wunderschöne Schweizer Natur zu einem besonderen Erlebnis.
Dieses Jubiläumswochenende war ein buntes Miteinander von Jugendlichen und Amtsträgern der Adventjugend aus verschiedenen Ländern Europas. So waren Singen, Beten, Predigten und Workshops dementsprechend dreisprachig - Französisch, Deutsch, Englisch. Für mich war es schon sehr verwirrend, nicht zu wissen in welcher Sprache ich mich bei der jungen Frau entschuldigen soll, der ich gerade aus Versehen auf den Fuß getreten bin. Gut, dass ein Lächeln auch ohne Worte verstanden wird. Die Gemeinschaft war sehr warmherzig und offen. Jedoch kamen wir als Gäste und fuhren auch als solche wieder davon. Denn zu einem wirklichen Ankommen und Kennen lernen der Gastgeber und anderen Angereisten reichte die Zeit leider nicht. Diese Hundertjahrfeier war für uns Fünf also ein eher kurzes Intermezzo. Kaum waren wir Freitagnacht nach langer Autofahrt und Stau endlich angekommen, brachen wir am Sonntagvormittag wieder auf, um für den Wochenstart wieder rechtzeitig Zuhause zu sein. Wenn auch kurz, so hat dieses intensive Wochenende aber doch starke Eindrücke hinterlassen: Die Schweiz - ein traumhaft schönes Land mit freundlichen Menschen und unübertroffen leckerer Schokolade; 100 Jahre Adventjugend - wir sind Teil einer gesegneten, internationalen Bewegung, die vorwärts geht - himmelwärts; Wir fünf BMV´ler gemeinsam unterwegs - wir hatten verrückte Erlebnisse, Geduld und viel Freude miteinander.
Ein gelungener Auftakt für die zukünftige Zusammenarbeit im BMV.
Wenn mein Vater früher von einer Reise wiederkam, fragte ich ihn als Kind meist: "Hast du mir etwas mitgebracht?"
Was haben wir euch nun von unserer kurzen Reise mitgebracht?
Wir geben euch den Aufruf weiter, den wir an diesem Wochenende sehr deutlich vernommen haben: Ihr Jugendlichen - Gott braucht euch! Ihr seid diejenigen, die diese Welt verändern können und werden. Nutzt das Wissen und die Gaben, die euch gegeben sind und macht einen Unterschied, in eurer Gemeinde, eurer Familie, eurem Freundeskreis, eurer Ausbildung - wo auch immer ihr seid!
Ihr Erwachsenen und Alten - Die Jugend braucht euch und Ihr braucht die Jugend! Ermutigt sie dazu vorwärts zu gehen und ihre Welt zu verändern!












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